Techn.Interessantes
aus und um den Verein


Nun hat auch in unserem Verein das Turbinenzeitalter Einzug gehalten. Am 12. 5. 2002 machte unser Clubkollege und "Profi-Huberer" Alois Hahn  mit seinem mit einer PJ-W Wellenleistungsturbine von Jakadofsky Jet-Engines angetriebenen Trainer-Helikopter, (ein österreichisches Produkt), den Erstflug. Ein beinahe utopisches Erlebnis. Da steht nun so ein Modellhubschrauber auf dem Rasen, ganz still, nichts bewegt sich. Plötzlich ein Surren. Der Rotor beginnt sich langsam zu drehen. Das Geräusch geht in ein Fauchen und ein immer helleres Singen über. Man meint jetzt, mehr geht nicht. Doch Alois grinst und erklärt uns, das sei jetzt die Leerlaufdrehzahl. Da fängt das Ding an immer schneller zu drehen. Hinter dem Heli sieht man das Gras durch das heisse Abgas nur noch flimmern. Man beginnt automatisch ein paar Schritte rückwärts zu machen, so einen gehörigen Respekt flösst einem dieses Ding ein. Es entsteht der Eindruck man steht neben einem manntragenden Gross-Hubschrauber. Alois stellt nun fest dass die Turbine ihre Höchstdrehzahl von 80000 U/min erreicht hat und schiebt ganz gelassen den Pitch-Hebel nach vorn. Das nachfolgende muss man einfach selbst erlebt haben. Dieses total ruhige Flugverhalten mit dem absolut originalgetreuen Turbinenklang ist einfach unbeschreiblich. Ebenfalls unglaublich wie leise sich dieser Hubschrauber durch die Luft bewegt. Die nachfolgenden Fotos können nur einen kleinen Eindruck dieser "Show" vermitteln:
Techn.Beschr. der Wellenleistungsturbine von Jakadofsky Jet-Engines:
Die Bordelektronik startet die Turbine vollautomatisch. Der Elektro-Anlassmotor bringt die Turbine auf eine Drehzahl von 10000 1/min. Ein Magnetventil lässt Gas aus einer Kartusche einströmen welches von einer Glühkerze gezündet wird. Wird eine bestimmte Abgastemperatur erreicht wird die Kerosinpumpe aktiviert die den Kraftstoff in die Brennkammer einspritzt. Nach der Zündung des Kraftstoffs schliesst sich das Gasventil und die Turbine läuft selbständig. Nun wird die Turbinendrehzahl nur mehr von der Stellung des Steuerknüppels bestimmt. Die Elektronik begrenzt die Drehzahl auf 80000 U/min. Wird die Turbine abgestellt übernimmt der Anlassmotor die Restkühlung. Er dreht die Turbine so lange bis die Abgastemperatur unter 95 Grad gesunken ist.
In der Turbine ist ein Getriebe integriert welches die Antriebswelle, auf der die Fliehkraftkupplung sitzt, mit etwa 16000 1/min drehen lässt. Der Rest des Heli´s ist konventionelle Technik.
Hydrauliksteuerung in Modellhubschrauber Kurt Riss aus Peigarten bei Ottenstein/NÖ baut einen Modellhubschrauber des Typ`s AS355 Ecureuil mit 3m Rotordurchmesser und voll funktionsfähiger Hydrauliksteuerung. Details im Magazin Rotor 7/00.
Techn.Interessantes
Nützlicher Helfer auf dem Flugplatz Vereinskollege Johann Kienmeier baut nicht nur tolle Modelle sondern auch solche Dinge die der Bequemlichkeit dienen. Dieser Montageständer aus Edelstahl (ein Unikat)  kann einem viel "Gekrieche" ersparen. Zerlegt und zusammengeklappt passt er in den kleinsten Kofferraum.

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